Post-its mit Aufschrift Behalten, Entsorgen, Verkaufen, Wegwerfen und Verschenken

Sortieren nach
der 5-Stapel-Methode

Zeit der Entscheidungen – hat man einen Haushalt aufzulösen oder einen Nachlass zu ordnen, bricht sie unweigerlich an. Da niemand alles aufheben kann, was er von seinen Verwandten erbt, muss man überlegen, was man mit den vielen Gegenständen anstellt, die man nun besitzt. Gerade bei Dingen aus dem Elternhaus ist die Entscheidung über das Behalten oder Entsorgen ein emotionaler Akt. Manchmal hilft etwas zeitlicher Abstand, sich von vertrauten Dingen zu trennen. Doch muss es oft einfach schnell gehen, weil die Wohnung oder das Haus geleert werden müssen. Wie geht man das am besten an?

Sinnvoll ist es, den riesigen Berg an Dingen in kleinere, besser handhabbarere Einheiten zu unterteilen. Ich habe jeden Gegenstand in die Hand genommen und dann fünf Stapel mit den Inhalten »Behalten«, »Verschenken«, »Verkaufen«, »Spenden« und »Wegwerfen« gebildet. Dafür kann man einfach fünf Zettel entsprechend beschriften und auf dem Tisch oder Boden auslegen und anfangen, zu sortieren. Oder man packt die Dinge gleich in fünf verschiedene Kartons,  Boxen oder Säcke.

Stapel 1: Behalten

Hierzu gehören alle Unterlagen und Gegenstände, die für die Familiengeschichte eine Rolle spielen. Zum Thema, welche Unterlagen man behalten sollte und welche man wegwerfen kann, habe ich hier bereits  geschrieben.

Stapel 2: Verschenken an Verwandte oder Freunde

Der beste Weg, die Sachen des Verstorbenen «in Ehren» zu halten und gleichzeitig anderen eine Freude zu machen. Eine Sportausrüstung kann man an Vereinskollegen weitergeben, über die Klassik-CDs freut sich bestimmt die Nachbarin und trägt die Schwägerin nicht gerne Seidentücher? Dann ist sie vielleicht dankbare Abnehmerin einiger Erbstücke.

Stapel 3:  Spenden

Viele Wohltätigkeitsorganisationen freuen sich über Spenden. Dennoch sollte man die Gegenstände, die man spenden möchte, einem prüfenden Blick unterziehen. Kaputtes, Schmutziges oder völlig aus der Mode Gekommenes möchte niemand haben und wird häufig auch von den Organisationen nicht mehr angenommen.

Stapel 4: Verkaufen

Was man nicht selbst behalten möchte, lässt sich oft noch bei Ebay verkaufen. Für größere Gegenstände, wie zum Beispiel Möbel, bieten sich Ebay Kleinanzeigen oder der Kleinanzeigenteil der Tageszeitung an, da dort Käufer aus der näheren Umgebung angesprochen werden. Sie können die Sachen abholen, das ist einfacher und günstiger als ein Versand. Bei teureren Möbeln lohnt es sich, von verschiedenen Antiquitätenhändlern Angebote einzuholen.

Stapel 5: Wegwerfen

Gerade die Nachkriegsgeneration ist eine Meisterin im Aufheben. Nach der entbehrungsreichen Kriegszeit ist das nicht verwunderlich. Doch was sich nach dem Motto „Das kann man ja nochmal brauchen“ in Küchenschränken und Schreibtischschubladen ansammelt, macht uns später Geborene doch manchmal sprachlos. Meine Großmutter hob beispielsweise in der Schublade des Küchentisches diese kleinen goldenen Verschlüsse aus Draht und Papier auf, wie sie an Brottüten angebracht sind. Nicht drei oder vier sondern tütenweise warteten sie auf ihre (nie stattfindende) Wiederverwendung.

 

 

 

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